VORSICHT

VORSICHT

2008
(Anti-)Interaktive Installation
PC, Lautsprecher, Schreibtisch, Webcam, EyeCon

„Vorsicht“ stellt eine anscheinend interaktive Soundinstallation dar, die den hörenden Besucher insofern involviert, als er sich mit dem Gefühl des Störens konfrontiert spürt. Kommt er dem Aufbau, dem Schreibtisch, insbesondere dem Monitor, zu nahe, wird die laufende Tonaufzeichnung unterbrochen. Zufällige computergesprochene Thesen und Zitate der Medienkunst werden überblendet zu folgender Durchsage: „Vorsicht, Ihr Körper stört die Installation“

Einige Textbeispiele:

„Hallo Mensch, ich bin eine Maschine, lass uns kommunizieren!“

„Der zunehmende künstlerische Einsatz von Technologien, deckt eine weitreichende und fortschreitende Diskrepanz zwischen künstlerischer Wahrnehmung, Kunsttheorie und Ästhetik auf, die stark divergieren, anstatt sich synchron zu entfalten.“

„Inwieweit sich die Konzeptualisierung und künstlerische Anwendung neuerer Technologien in Schaffensprozessen selbst niederschlagen, ist eine relativ leicht zu beantwortende Frage.“

„Ich bin die Nachrichtenquelle und der Sender, du bist das Nachrichtenziel, also der Empfänger. Kommst du mir zu nahe bist du gleichzeitig die Störquelle und negierst dich als Empfänger. So einfach.“

„Wenn man ästhetische Fragestellungen auf eine rein rationale und numerische Bewertung des Werks reduziert, so gesteht man weder dem Werk selbst noch der ästhetischen Erfahrung, und hierin besteht das Paradoxon, einen erkenntnistheoretischen Wert zu und erschwert somit den Prozess einer wirklich offenen Kommunikation beziehungsweise eines Informationsaustausches.“

„Sobald alles Kunst sein kann, fehlen allgemeine Kriterien zu ihrer Definition.“

„Bitte verlassen Sie mal ein paar Minuten den Raum, ich möchte kurz alleine sein, um den Raum und den Kontext für mich neu zu bestimmen.“

„Wenn hier von ineinandergreifen von Kunst, Technologie und Wissenschaft die Rede ist, so ist damit jener Prozess gemeint, der Annäherung, Interferenz, Aneignung, Überschneidung und wechselseitiges Durchdringen bewirkt.“

„Das Werk, das implizit den physischen Raum seines Konsums definiert, sektioniert die Umgebung auf und setzt eine bestimmte Zone künstlerischen Genusses voraus.“

„Bei dieser Art von Experiment, sind nicht die rein ästhetischen Resultate von Bedeutung, sondern die innovativen Vorschläge zur Entwicklung anders gearteter kreativer und sozialer Formen im Umgang mit neuen Medien.“

„Wenn ein Computer wenigstens schöpferisch wirken kann, muss er bis zu einem gewissen Grad fähig sein, sein eigenes Denken zu bewerten. Er ist vielleicht nicht in der Lage, all seinen guten Ideen als gut zu erkennen, und manchmal verrent er sich in Sackgassen oder bleibt an Belanglosigkeiten hängen. In einem solchen Fall allerdings befände er sich in bester menschlicher Gesellschaft.“

„Bei einer reaktiven Installation ist die Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung fundamental, denn das Werk muss auf das menschliche Verhalten reagieren, folglich die Handlung des Interaktors korrekt interpretieren. Auch ist es wichtig, dass sich das Publikum der Reaktionsmöglichkeiten des Werkes bewusst wird, um das Angebot des Kunstwerks zum Dialog richtig annehmen zu können.“

„Eine interaktive Erfahrung ist unwiederstehlich, da sie auf interessante Art auf das Verhalten des Teilnehmers reagiert.“

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